Modern Metal Germany > Interviews > Auf ein Bier mit... > Auf ein Bier mit… the Djingerbread experience

Auf ein Bier mit… the Djingerbread experience

Bier mit the Djingerbread experience

Holla die Waldfee! Quasi aus dem Nichts haben the Djingerbread experience eine salonfähige EP aus dem Boden gestampft und bewiesen, dass die “experience” hier nicht nur im Namen steckt. Das im Juni erschienene THE D IS SILENT umfasst fünf Songs, die sich nach Aussagen der Band nicht auf ein Genre begrenzen lassen. Zwar lässt sich eine klare Tendenz zum Metalcore erkennen, wo andere Bands jedoch bekannte Muster einschlagen, lenken die fünf Jungs aus Erding immer wieder neue Richtungen ein. Dass das nicht unfreiwillig chaotisch klingen muss, zeigt unter anderem der Song ‘White Noise’, der mit seiner unterschwelligen Melancholie an Texas in July erinnert. Neben der musikalischen Expertise zeigen sich die Newcomer außerdem besonders aufgeschlossen und humorvoll. Wir treffen the Djingerbread experience auf ein Erdinger Weißbier…

Wir kommen alle irgendwie aus dem Metalcore und Nu-Metal, diesen Jugend-Einfluss hört man auf unserer Debüt-EP auch noch dezent heraus. Allerdings würden wir unsere Musik grundsätzlich einer Mischung aus Progressive Metal und Djent zuordnen. Wir haben uns aber zur Gründung dieser Band die Maxime gesetzt, uns nicht einzuschränken, so haben wir zum Beispiel bei einem unserer neueren Songs einen Jazz-Teil eingebaut.

Nach langem Brainstorming hatten wir eine wirklich lange Liste an potentiellen Bandnamen. Allerdings hat sich dann immer mehr herauskristallisiert, was wir mit unserem Bandnamen eigentlich ausdrücken wollen. Zuerst einmal war uns wichtig, Abstand von den typischen Metal-Bandnamen zu nehmen. Das Noun-Verb-Adjective Prinzip ist dabei genau das, was wir zu vermeiden versuchten. Uns war aber auch wichtig, dass wir unsere Attitüde mit in den Namen einbringen. Ein unbeschriebenes Blatt, mit ernstzunehmender Musik und einem Schnuff Selbstironie. “the Djingerbread experience” ist dann irgendwie hängen geblieben. Und wenn man den Namen zufällig auf einem Festival-LineUp liest, dann macht er ja vielleicht so neugierig, dass man sich das Spektakel mal anschaut. Mir ging es zumindest 2009 mit Enter Shikari so.

Das Selftitled Album von Humanity’s Last Breath ist zwar nichts Neues, aber 2020 Remixed & Remastered nochmal veröffentlicht worden, und das ist eben vom Sound her wirklich gut. Aber unsere Top drei Neuerscheinungen dieses Jahr sind wahrscheinlich KOLLAPS von The Hirsch Effekt, LOOP OF YESTERDAYS von Azusa und NOTHING IS TRUE & EVERYTHING IS POSSIBLE von Enter Shikari.

Da hat natürlich jeder von uns so seine eigenen Vorstellungen. Um nur mal ein paar zu nennen: Northlane, The Hirsch Effekt, Slipknot, Rolo Tomassi, Korn, The Streets, Enter Shikari, System of A Down und Arcane Roots. So wie wir uns in unserem eigenen Songwriting nicht einschränken lassen, hören und feiern wir auch Musik aus (fast) allen Genres.

Ab April 2020 wäre für uns genau die Zeit gewesen, unsere Musik auch live an den Mann zu bringen, und dann kam Corona… Aber wir konzentrieren uns seither auch viel auf die Ausarbeitung unserer Bühnenshow und des Konzepts dahinter. Wir haben auch Musikvideos gedreht und versucht, zumindest ein bisschen Content zu produzieren, aber das gestaltet sich dann doch schwieriger ohne die geplanten Live-Shows. Beim momentanen Songwriting fühlen wir uns aber sehr wohl, wir waren auch bereits wieder im Studio, um neues Material vorzuproduzieren. Irgendwas muss man ja machen!

Um ehrlich zu sein hat jeder von uns einen anderen Lieblingssong auf der EP. Das ist aus unserer Sicht eigentlich auch gut so, weil das für uns heißt, dass sich unsere unterschiedlichen Vorstellungen und Einflüsse gut kombinieren lassen.

Da müssen wir euch jetzt leider enttäuschen! Wir hatten bisher nur zwei Test-Gigs seit unserer Gründung. Und die waren – wie der Name schon sagt – zum Ausprobieren gedacht. Und wie oben schon erwähnt, wäre es im April 2020 erst losgegangen mit den Gigs. Aber sprechen wir doch nach Corona nochmal über dieses Thema. 😉

Alleine weil wir glauben, dass es sehr sympathische Burschen sind, die einiges zu erzählen haben, würden wir gerne mit den Wildecker Herzbuben ein Bierchen zwitschern wollen. Aber beim Trinken geht’s ja hauptsächlich um Sympathien und Stories, und da glauben wir, dass dabei Bands wie Brand of Sacrifice, Dioramic, Dinosaur Pile-Up, Deftones, Mindless Self Indulgence, Twelve Foot Ninja, Maximum The Hormone und Schmutzki die richtige Wahl wären.